
Reno Nevada: Last stop in the biggest little city in the world
Die letzten Tage meiner Amerikareise verbrachte ich also in Reno Nevada, der drittgrößten Stadt Nevadas. Wie in Las Vegas wird das Stadtbild von Reno vor allem durch Casinos geprägt, da die Gesetze in Nevada Glücksspiel schon vor vielen anderen Staaten in den USA im großen Maße erlaubten.
Heutzutage gehört das Glücksspiel immer noch zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Reno, die Liberalisierung der Gambling-Gesetze in vielen anderen Staaten läutete jedoch eine schwierigere Zeit für die Casinos ein. Und genau das kann man in der Innenstadt leider auch sehr schnell erkennen. Jedes zweite Casino hier ist leerstehend und die noch vorhandenen Exemplare sind nur noch an den Wochenenden wirklich gut besucht. Der Versuch der Stadt, die leeren Casinos in sogenannte “Condos” (Eigentumswohnungen) umzuwandeln, ist bis jetzt größtenteils ein Versuch geblieben und so brennen in der Nacht in vielen Gebäuden nur wenige Lichter.
Reno Nevada im Allgemeinen hat mir nicht wirklich gut gefallen. Die Innenstadt besteht vor allem aus Hochhäusern und es gibt keine Altstadt mit schönen historischen Gebäuden oder netten Plätzen. Außerhalb von Downtown Reno ist die Stadt sehr weit gestreut und in den Außenbezirken spielt sich das Vorstadtleben vor allem in den Outdoor-Malls ab, die zwar wirklich eine sehr große Anzahl an Geschäften und Restaurants aber jedoch nicht viel Charme vorweisen.
Trotz den Makeln, die die Stadt aufweist, fand ich meinen Aufenthalt in Reno wunderschön und ich wäre gerne länger geblieben. Denn die Hässlichkeit der Stadt ist schnell wieder vergessen, wenn man die Natur herum betrachtet. Die Berge, die die Stadt umringen, beherbergen weltweit beliebte Skigebiete und Unmengen an tollen Fahrrad-, Wander- und Reitwegen und die Nähe zum Lake Tahoe ermöglicht eine Abkühlung nach dem Sport im ganzjährig kalten See und das Ausruhen an dessen schönen Sandstränden. Ist man also ein Fan von Outdoor-Aktivitäten und einzigartiger Natur kann man sich in dieser Gegend ohne Probleme wochenlang aufhalten, ohne Langeweile zu verspüren.
Ich werde auf jeden Fall nochmal im Sommer in diese Gegend kommen, da sie mich wirklich stark fasziniert hat.
Leider ging es für mich nach drei Tagen in Reno auch schon wieder zurück nach Deutschland . Und so hieß es für mich am Donnerstag endgültig: Goodbye America, Hello Alltag. Schade, schade, schade…


Ein sehr informativer Blog. Wirklich sehr interessant. Ich freue mich schon auf einen weiteren Beitrag. Vielen Dank.