Venice, ein Spot für Hippies, Freaks und Künstler

Los Angeles VeniceLos Angeles  –  ja. Beverley Hills – natürlich. Hollywood – auf jeden Fall. Mit der Mega-Metropole Los Angeles, die hinsichtlich Bedeutung und Ansehen in einem ewigen Zweikampf mit der Ostküsten-Schwester New York City steht, hat man touristisch das ganz große Los gezogen. Die Stadt ist einzigartig und verkörpert das sonnige Image Kaliforniens in Reinkultur.

Aber nirgends kann man genau das so konzentriert erleben und genießen wie in Venice, jenem Stadtteil am Pazifik, der bereits 1925 nach L.A. eingemeindet worden ist und dessen Name darauf zurückzuführen ist, dass der Zigaretten-Mogul Abbot Kinney im Jahre 1900 dieses damals noch unberührte Land kaufte mit dem Vorhaben, ein zweites Venedig mit Kanälen und Palästen zu erschaffen. Geglückt ist das nicht wirklich, aber immerhin haben sich noch ein paar dieser prächtigen Gebäude aus der Gründungszeit und einige künstliche Wasserstraßen erhalten.

Nein, Neu-Venedig ist nicht entstanden, aber dafür hat sich aus dem ursprünglich kleinen Ort etwas ganz Außergewöhnliches und unbedingt Sehenswertes entwickelt. Vor allem seit den sechziger Jahren wurde Venice zu einem Hot Spot für Hippies, Freaks alle Art, Aussteiger, Künstler und Fitnessbegeisterte. Ein knallbunter Mix, wie er in der Form heute wohl an keinem anderen Ort anzutreffen ist.

Venice BeachAm quirligsten ist das bunte Leben direkt am Meer. Venice Beach ist wohl der berühmteste Strand der USA, und alle, die es lebendig und atemlos lieben, werden sich hier auf Anhieb zu Hause fühlen. Am etwa viereinhalb Kilometer langen Sandstrand lässt sich der Urlaub komfortabel und abwechslungsreich verbringen. Aller erdenkbarer Strand- und Wassersport wird hier angeboten und neben Restaurants und Bars säumen auch einige Hotels und Ferienhäuser die überaus schick ausgebaute Strandpromenade.

Vor allem der Freizeitsport findet am Venice Beach in jeder erdenklichen Form seine unzähligen Anhänger. Während die Sonnenanbeter faul in der Sonne liegen, tummeln sich auf der Promenade sowie im und am Wasser jede Menge Sportbegeisterter. Vom Inline-Skating über Kite-Surfen bis zum Body-Building geht hier alles, und so bietet sich nicht nur den Augen jede Menge Abwechslung.

An schönen Sonnentagen ist es ein Muss, wenigstens einmal am Ocean Front Walk zu promenieren und sich dem Treiben der selbstverliebten Body-Enthusiasten, Musikern, Straßenkünstlern und Artisten hinzugeben. Der legendäre Ocean Front Walk von Venice gilt als die verrückteste Meile von L.A. Hier trifft man auf Musiker, Breakdancer, Skatingakrobaten mit halsbrecherischen Kunststücken, Clowns und anderen Straßenkünstler, die Shows mit teilweiser hervorragender Chorgeografie vorführen. Alles in allem ist der Ocean Front Walk ein Korso der Eitelkeiten und Selbstdarstellung, auf der Hunde im Kinderwagen spazieren gefahren werden und figurbewusste Bikiniträger zeigen, was sie haben.

Berühmtester Sohn des Stadtteils ist Jim Morrison, legendärer und früh verstorbener Sänger der US-Kult-Band „The Doors“. Da ist es nur folgerichtig, dass auch der 1991 unter der Regie von Oliver Stone entstandene Kino-Film über die Band zum Teil in Venice gedreht wurde.

Auch sonst ist der Stadtteil am Pazifik ein gern gewählter Schauplatz für Kino- und TV-Produktionen: Das „A-Team“ etwa oder der Dauerbrenner „Baywatch“ sind hier zu Hause; das Meer, die unvergleichliche Atmosphäre und die immer schönen Menschen sind eine ideale Kulisse und bringen  den amerikanischen Traum somit in jedes Wohnzimmer. Aber kein TV-Film kann das wiedergeben, was Venice wirklich ausmacht. Man muss es mit eigenen Sinnen erleben!

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Los Angeles und California Lifestyle: Von Hollywood bis nach Downtown Los Angeles (3)

Griffith ObservatoryVom Hollywood Forever Cemetery aus ist es nicht weit bis zum Griffith Park, einer der größten Stadtparks Nordamerikas. Das Highlight des Parks ist das Griffith Observatorium das auf dem Mount Hollywood liegt und eine spektakuläre Aussicht auf Los Angeles bietet. Die meisten Teile des 1935 eröffneten  Observatoriums dürfen zwar kostenfrei besichtigt werden, der Besuch des Planetariums kostet jedoch sieben Dollar Eintritt (etwa 4.80 Euro). Dafür bekommt man aber auch eine perfekte Show geboten, in der der Geschichte der Sternenbeobachtung und der Entstehung des Universums nachgegangen wird. Das Samuel-Oschin-Planetarium wurde vor fünf Jahren mit einem hochmodernen Zeiss-Projektor wiedereröffnet. Jetzt erstrahlen die Sterne am künstlichen Himmel der 13 Meter hohen Kuppel mit fast natürlicher Intensität. In der Dachkuppel des Observatoriums gibt es sogar ein original Zeiss-Teleskop aus den frühen 30er Jahren, durch das man bei Dunkelheit den Mond und die Planeten betrachten kann (Öffnungszeiten: griffithobservatory.org).

Fährt man den Fern Dell Drive und die Western Ave zurück, gelangt man zum Hollywood Boulevard. Auf der Höhe der Gower Street fängt der berühmte Walk of Fame an. In den Gehweg eingelassene Sterne mit Künstlernamen erstrecken sich entlang des Hollywood Boulevards nach Westen bis zur La Brea Avenue und nach rechts und links in die Vine Street. Gleich an der Ecke Hollywood und Vine befindet sich das historische Pantages Theatre. Es lohnt sich dort Karten für ein gerade aktuelles Musical zu kaufen (Infos zum Programm: broadwayla.org). Flaniert man den Hollywood Boulevard mit seinen 2.500 Gehwegsternchen auf insgesamt über zwei Kilometern Länge entlang, kommt man an jeder Menge Show- und Ausflugsveranstaltern vorbei, die die Touristen zum Geldausgaben rund um den Hollywood-Starkult animieren sollen.

Grauman's Chinese TheatreHochdramatisch wird es am westlichen Ende des Walk of Fame. Dort befindet sich an der Ecke Highland Avenue das 1927 eröffnete Kino Grauman‘s Chinese Theatre. Auf dem Platz davor wurden Hand- und Fußabdrücke sowie Autogramme von Berühmtheiten in den Beton eingelassen. Dort versammeln sich viele Fans, um ihren Stars zu huldigen. Die Gelegenheit des großen Publikumsandranges nutzen Nachwuchskünstler, die sich als Elvis, Michael Jackson oder Pirates of the Caribbean-Crew verkleiden, um sich in den entsprechenden Kostümen in Szene zu setzen, zu tanzen und sich gegen eine Spende mit den Besuchern ablichten zu lassen.
Das viele Herumspazieren, Sich-die-aggressiven-Geschäftemacher-vom-Leib-halten und Nach-dem-Lieblingsstar-suchen macht hungrig. Und da der Hollywood-Boulevard viel Überteuertes bietet, ist es sinnvoll, sich gezielt auf den Weg zu einem Restaurant am Rande des Starrummels zu machen. Etwas außerhalb, bei 3129 East Sunset Boulevard sticht das La Parrilla farbenfroh aus dem grauen Betoneinerlei hervor. Das Lokal selbst ist auch innen mexikanisch-bunt mit Hüten, Decken und Instrumenten ausgestattet. Als kostenlose Vorspeise werden Taco-Chips mit leckerem Dip serviert. Der Fischteller kostet elf Dollar (ca. 7,50 Euro), die Fiesta Taquitos, also gefüllte Tortillas, gibt es für neun Dollar (6,20 Euro). Wenn man Kaffee für zwei Dollar (1,40 Euro) bestellt, kann man sich die Tasse, wie in den USA üblich, beliebig oft auffüllen lassen.

Frank Gehry Walt Disney Concert HallDer Sunset, der im Osten als Route 66 weitergeht, führt in die Downtown. Riesig und nicht zu übersehen breiten sich die Gebäude des Civic Center aus. Von hier werden Stadt und County Los Angeles regiert und verwaltet. Architektonisch beeindruckt die von Frank Gehry entworfene Walt Disney Concert Hall mit ihrer segelschiffartigen Stahlkonstruktion (Infos zum Programm unter musiccenter.org). Rund um den Komplex und zwischen den Segeln sind Dachterrassengärten angelegt, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf das Gebäude selbst und die Umgebung hat.

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Los Angeles und California Lifestyle: Von Beverly Hills bis nach Hollywood (2)

Rodeo DriveFolgt man dem Santa Monica Boulevard (eine der ersten durchgehenden Straßenverbindungen zur Westküste), der gleichzeitig auch die historische Route 66 darstellt, nach Nordosten, landet man mitten im Geschehen.
Auf halber Strecke liegt das Nobelviertel Beverly Hills mit seinen Luxusvillen der obersten Zehntausend. Beverly Hills ist kein Teil von Los Angeles, sondern eine eigene Stadt im Los Angeles County. Zusammen mit der Nachbarstadt West Hollywood wird Beverly Hills auf allen Seiten von Los Angeles umgeben. Vom Santa Monica Boulevard aus bietet sich ein Abstecher nach Norden, in den Camden Drive und dann in eine der sich durch das Gelände nach oben windenden Straßen an.
Je weiter man die tatsächlichen Hügel hinauffährt, desto größer und imposanter werden die Anwesen.
Rodeo DriveZurück nimmt man am besten den parallel zum Camden Drive verlaufenden Rodeo Drive. Auf der Strecke zwischen Santa Monica und Wilshire Boulevard haben sich die schicksten und natürlich auch teuersten Designer der Welt angesiedelt. Zwischendurch erholt man sich unter schattigen Palmen in terrassenartig angelegten Gärten vom Einkaufsstress bei Armani, Cartier, Chanel, Dior, Gucci und Prada. Die Hollywood-Stars kaufen zwar angeblich am Roden Drive ein, man sieht sie aber nicht. Dafür begegnet man Frauen in minikurzen Kleidern, die auf zwanzig Zentimeter hohen Pfennigabsätzen die Straße entlang trippeln und plastisch korrigierte Brüste zur Schau stellen.

Zurück auf dein Santa Monica Boulevard geht es durch West Hollywood und dann direkt in das Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Hollywood, das seit nunmehr 100 Jahren ein Teil von Los Angeles ist und sich seither auch einen weltbekannten Namen in der Filmindustrie gemacht hat. Kurz bevor man Little Armenia erreicht, findet man rechter Hand den Hollywood Forever Cemetery. Auf dem Friedhof, der seit seiner Gründung im Jahre 1899 zusammen mit Hollywood und den Paramount Studios, die das Gelände gleich hinter dem Friedhofsareal einnehmen, gewachsen ist, sind viele Prominente begraben, zum Beispiel der Musiker Johnny Ramone, zu dessen Ehren jedes Jahr im Oktober eine Erinnerungszeremonie auf dem Friedhof abgehalten wird.
Vom Eingangsbereich des Friedhofs hat man einen hervorragenden Blick auf den berühmten Hollywood-Schriftzug in den Hügeln. Innerhalb des Friedhofsgeländes finden regelmäßig Konzerte und Filmvorführungen statt (hollywoodforever.com). Außerdem werden Spaziergänge zu prominenten Grabstätten angeboten (cemeterytour.com).
Auch Paramount Pictures kann man besichtigen (Infos und Anmeldung: paramountstudios.com). Es ist das einzige der ganz großen Film- und Fernsehstudios, das in Hollywood geblieben ist. Die anderen Majors, wie sie sich auch nennen, sind längst nach Culver City und hauptsächlich nach Burbank umgezogen (südlich und nördlich von Hollywood im Los Angeles County).

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Los Angeles und California Lifestyle: Sonne, Meer, Kultur und gutes Essen in Santa Monica (1)

City of Los AngelesUm nach Los Angeles zu gelangen muss man 15 Stunden reine Flugzeit mit Air Berlin und United Airlines einplanen, außerdem eine Stunde Warten, um nach der ersten Landung in Amerika zum lmmigrationsbeamten vorgelassen zu werden, erneute Gepäckabfertigung beim Zwischenstopp in New York, diverse Sicherheitskontrollen und einige Stunden Aufenthalt bis zum Anschlussflug. Da zweifelt man manchmal, ob man überhaupt irgendwann in der Partnerstadt Berlins ankommen wird.

Und dann ist er da, der ersehnte Augenblick! Man steht vor dem netten Angestellten von Dollar-Rent-A-Car und muss nur noch durch seine Unterschrift bestätigen, dass man die erste Tankfüllung des Leihwagens extra bezahlen wird. Und dann geht es den Freeway 405 entlang Richtung Norden zum Santa Monica Boulevard. Übernachten kann man im Comfort lnn, ein einfaches Hotel im Motelstil mit kleinem Außenpool mit kostenlosem Internetanschluss und inklusive Frühstück mit Toastbrot, Donuts, selbst gebackenen Waffeln, Zerealien, hartgekochten Eiern, Obst, Säften, Kaffee und wenn man früh genug aufsteht, auch einem Wallstreet-Journal für die Morgenlektüre.


Natürlich gibt es viele andere preisgünstigere Motels im Großraum Los Angeles, die sogar näher am Meer liegen (z.B. in Manhattan Beach und Redondo Beach). Aber die idyllische 100.000-Einwohner-Stadt Santa Monica im westlichen Los Angeles County ist schon etwas Besonderes, eben eine eigene Reise wert. Da nimmt man auch hin, dass die bezahlbaren Hotels, die in der Vor- und Nachsaison über 100 Dollar pro Nacht, also umgerechnet mindestens 70 Euro kosten, eben nicht in Strandnähe liegen. Andererseits kommt man von Santa Monica schnell nach Beverly Hills und Hollywood, gleichzeitig aber auch nach Downtown Los Angeles.
Santa Monica
hat eigene Attraktionen zu bieten. Auf dem Pier gibt es Restaurants, Souvenir- und Eisstände, einen kleinen Vergnügungspark mit Riesenrad und Karussells. Clowns und Zauberer stehen bereit, um gegen eine Spende ihr Showprogramm zu präsentieren und sich mit den Kleinen und Großen fotografieren zu lassen.

3rd Street Promenade in Santa MonicaZum Shoppingerlebnis geht es in die Fußgängerzone der Third Street Promenade. Dort haben sich alle Freizeitmarken von Adidas über Old Navy bis hin zu Banana Republic angesiedelt. Straßenkünstler sorgen für Abwechslung, und im Barnes & Noble Buchladen an der Straßenecke Wilshire Boulevard und 3rd Street kann man kostenlose Lesungen mit populären Autoren erleben. Nach einem guten Restaurant braucht man gar nicht lange zu suchen. Ein paar Häuser vom Buchladen entfernt befindet sich das Stop’n Café mit großen Schwarzweißfotografien von Marilyn Monroe, James Dean, Humphrey Bogart und anderen Stars an den Wänden. Die lnhaber sind davon überzeugt, griechisch zu sein. Tatsächlich wird vor allem Falafel, Kebab und Humus gereicht. Und obwohl der Name nicht mit dem Programm übereinstimmt, sind die Speisen doch Third Street Promenade in Santa Monicahervorragend. Alles ist frisch und gut gewürzt und wird zu einem günstigen Preis angeboten (zwischen 12 und 13 Dollar pro Hauptgericht, also zwischen 8,50 und 12,50 Euro).

Hat man noch Lust auf ein Abendprogramm und ist der Jetlag bereits einigermaßen überwunden, kann man sich in der 3rd Street noch in eines der vielen Kinos begeben und den in Deutschland vielleicht noch nicht einmal angekündigten neuesten Hollywood-Streifen anschauen. Und ist man dann auf den Geschmack gekommen, sich vom Trubel um die bekannteste Traumfabrik der Welt mitreißen zu lassen, macht man sich am  besten gleich nach Hollywood auf.

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Eigenheiten im US-Straßenverkehr

Kalifornien RoadWer im US-Straßenverkehr den Kontakt zu den Verkehrswächtern vermeiden möchte, sollte sich mit den Eigenheiten im voraus vertraut machen.

Hier ein paar Tipps dazu:

  • Anmietung von Mietwagen – deutsche, österreichische und schweizer Führerscheine (Scheckkartenformat, rosa) werden akzeptiert, jedoch kann es mit einem „alten Lappen“ hin und wieder zu Problemen kommen. Ein internationaler Führerschein ist nur im Bundesstaat Georgia Pflicht!
  • Das „Keep the Lane“-Gebot gilt auf allen Interstates – somit sollte man möglichst in einer Spur bleiben.
  • Überholen ist sowohl links als auch rechts ausdrücklich erlaubt. Daher Vorsicht beim Spurwechsel.
  • US-Autobahnen haben auch Ausfahrten auf der linken Seite.
  • Mindestgeschwindigkeit auf den Interstates: 72 km/h (45 mp/h)
  • Interstates die in Nord-Süd-Richtung verlaufen haben ungerade Zahlen, in Ost-West-Richtung gebaute haben gerade. Oftmals steht auf den Schildern der Highways zudem nicht nur deren Nummer sonder auch ein „East“ oder „West“ für die Richtung in die sie führen.
  • Ampeln hängen entweder direkt über der Kreuzung oder sogar auf der gegenüberliegenden Seite.
  • Rotes Blinklicht hat die gleiche Funktion wie ein Stoppschild.
  • Bei Rot fahren erlaubt – gilt an den meisten Abbiegungen für alle, die nach rechts wollen. Achtung Ausnahme: Wenn das Schild „No turn on red“ vorhanden ist.
  • Abblendlicht muss in vielen US-Staaten eingeschaltet sein wenn es regnet.
  • Offizielle Promillegrenze: zwischen 0,5 und 0,8 (je nach Staat)
  • „Left Turn Center Lanes“ sind für beide Fahrtrichtungen zum Linksabbiegen vorgesehen, man darf sie jedoch nur für 80 Meter befahren. Somit soll das Risiko eines Frontalcrash abgefedert werden.
  • Halten auf der Fahrbahn, Überholen vor Kurven oder Anhöhen ist außerhalb von Ortschaften verboten.
  • Überholverbot wird durch eine doppelte durchgezogene gelbe Linie angezeigt.
  • Eine einfache gelbe Linie unterteilt die Fahrbahn für zwei Fahrtrichtungen, weiße Linien markieren Spuren für eine Richtung.
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Von San Francisco zum Yosemite Nationalpark (4)

Yosemite Nationalpark Bach und The Dome
Von San Francisco zum Yosemite Nationalpark (4)
August, im Yosemite National Park, 14.30 Uhr

Gigantische Felsen umschließen ein Tal mit Fluss, in dem noch wilde Braunbären leben. Wir mussten in einer Art festem Zelt für Wucherpreise übernachten. Das Aufregendste war der „bear alarm“: Nahrungsmittel und alles, was riecht, darf weder im Auto noch im Zelt aufbewahrt werden, weil es die Bären anlockt, die gnadenlos jedes Auto aufbrechen, um an Nahrung zu kommen. Sie sind schon so gut trainiert, dass sie, wenn sie nur eine Supermarkttüte auf dem Rücksitz sehen (und sei sie auch leer), sofort das Fenster einschlagen. Videos an der Rezeption des Curry Village führen das jedem Neuankömmling eindrücklich vor.
Natürlich hatte meine Liebste unter diesen Umständen Angst, nachts alleine aufs Klo zu gehen und ich musste mit. Was ich natürlich gerne auf mich nahm. Ich hab sie gehört, die Bären, zwischen den Zelten streifen und schnaufen und schnüffeln. Ich mag Natur, aber nicht beim Schlafen. Und lieber ohne Bären.
Yosemite Vernon FallsWir unternahmen eine herrliche Wanderung, hoch zu zwei Wasserfällen (Vernon Falls, mehr als 100 Meter hoch), zu einem idyllischen Bergsee (Emerald Lake, glasklar und klirrendkalt), fast unberührt, Natur pur, über steile Berghänge, durch Wald und über nackten Fels und durch eine tiefe Schlucht mit Gebirgsfluss.

Wanderweg im Yosemite NationalparkÜberall springen handzahme Eichhörnchen, die man hier „squirrels“ nennt, herum. Sie sind sehr zutraulich und immer hungrig. Sitzen neben einem beim Essen und schauen einen an. Seltsame Natur im Yosemite: Bären wühlen in Supermarkttüten, Eichhörnchen betteln um Essen. Die wirklich „wilden“ Tiere lassen sich in diesem von Urlaubern doch recht dicht bevölkerten Landstrich selten sehen. Schön ist es trotzdem. Und die Bären sind immerhin so wild, dass sie lebensgefährlich sein können. Das sind sie übrigens nicht nur im Yosemite Nationalpark.

Bis auf die gigantischen Landschaften, die nahezu unendlichen Räume und die manchmal beängstigend geraden Straßen ins Nirgendwo ist Amerika sehr vertraut. Man hätte in den 50er Jahren herkommen sollen. Damals hätte man wahrscheinlich einen echten Kulturschock erlitten: Jeder hat einen Kühlschrank! Einen Fernseher mit mehr als einem Programm! Klimaanlagen! Supermärkte! SB-Tankstellen! Burgerlokale mit Takeaway! Und diese überdimensionierten Autos!

Das ist wirklich tragisch: Wir fahren als Leihwagen einen Chevy – „Made in Korea“, glaube ich. Der sieht aus wie ein Passat. Es gibt keine Straßenkreuzer mehr, dieses Symbol für den amerikanischen Überfluss, für technische und ästhetische Überlegenheit, das Blech gewordene Selbstbewusstsein einer großen Nation, in der alles möglich war.
Diesen Spruch haben wir ein paar Mal gehört, wenn wir im Restaurant eine Sonderbestellung aufgeben wollten (Können wir den Manhattan mit Olive UND Zitronenschalen haben? Of course, hey, you’re in America, everything is possible!).

Seit Vietnam ging es bergab. In den 70er Jahren starb der Traum des Straßenkreuzers in Detroit. Die Reagonomics haben die Amerikaner wieder reich gemacht, aber den Spalt in der Gesellschaft vertieft (auch jenseits der Rassengrenzen). Die 90er Jahre brachten Einwanderungswellen aus Korea, Taiwan und Südamerika. Englisch ist nicht mehr Lingua Franca in Südkalifornien und Florida. Der WASP ist in der Minderheit. Die Nullerjahre dann die hysterische Angst vor islamistischen Terroristen. „War on America“, eine Nation ist tief verängstigt. Das ändert die Identität Amerikas. Jetzt fahren sie langweilige benzinsparende Autos, meckern über teure Spritpreise, ihre Supermärkte sind schlechter bestückt als in Europa, sie haben einen Europakomplex und schimpfen über die komplizierten, arroganten, umweltbewussten Europäer, nur die Osteuropäer sind ihnen sympathisch, weil die noch ihren Müll in den Wald schmeißen und an den „american way of life“ glauben.

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Unendliche Ödnis in Kalifornien

Devil Ranges in KalifornienVon San Francisco zum Yosemite Nationalpark (3)
Juli, im Niemandsland, 16 Uhr

Wir sind über fantastische grasbedeckte Hügel gefahren (Devil Ranges): Nichts als zehn bis zwanzig Zentimeter hohes Gras, durch die Sonne goldgelb ausgebleicht, wogte in der zarten Brise. Ab und zu eine einzeln stehende Eiche. Kein Haus, kein Weg, keine Kuh.
Central Valley, KalifornienNur Gras und Hügel rund herum. Eine Ahnung von unendlichen Prärieweiten und Frontier mitten in Kalifornien. Endlose gerade Straßen, ab und zu von einer anderen im rechten Winkel gekreuzt. Felder an Felder. Nur selten eine Farm. Sonst nur Straße, Strommasten und Horizont. Brettflach, nichts für Agoraphobe. Kansas in Kalifornien. Genauer: Im Central Valley.

Was muss das für ein Gefühl sein, in diesen unendlichen Landschaften zu leben? Wir passierten Ortschaften, die aus einer mehrspurigen Hauptstraße bestehen, an der sich tatsächlich Autohändler, Supermärkte mit riesigen Parkplätzen und Burgerbratereien aneinander reihen – mit großzügigem Abstand von einander. Dahinter reihen sich Einfamilienhäuser aus Holz aneinander, architektonisch wenig originell. Gärten mit Blumen oder ähnlichem scheint es auch nicht zu geben. Nach einem Kilometer geradeaus ist die Herrlichkeit vorbei und die endlosen hügellosen Äcker beginnen wieder. Was macht man an einem solchen Ort? Außer arbeiten? WAS arbeiten?

Straße in Central CaliforniaDer zweite Ort (Merced), wo wir übernachteten, war größer, eine richtige Stadt, aber auch ohne Zentrum. Die Straßen trafen sich wieder im rechten Winkel, die eine hieß „Mainstreet“, die andere „G Street“, der Rest war durchnummeriert. Die Wohnhäuser (alles Einfamilienhäuser) etwas abwechslungsreicher. Menschen mit Boxershorts und U-Shirts mit Bierdose in der Hand umringt von Familie oder emsig rasenmähend. Auch hier war definitiv nichts los. Unser Motel lag direkt neben der Autobahn, nachts sind die Trucks durch unser Zimmer gefahren. Dafür war es billig. Neben dem Pannenstreifen der Autobahn lag der moteleigene Swimmingpool mit tiptop Wasserqualität.

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Palm Springs – Eine (Wellness-) Oase in der Wüste

Palm Springs, Wellness-Oase in der WüsteVon Los Angeles aus führt uns unser Weg über den CA-60 nach Palm Springs. Die kleine Wüstenstadt ist mit seinen 350 Sonnentagen im Jahr bekannt für die wunderschön angelegten Hotelanlagen mit ihren Wellness-Oasen und weitläufigen Golfplätzen.

Auf unserem Weg legen wir einen Stopp am Desert Hills Premium Outlet ein. Dieses Einkaufszentrum ist nur knapp 30 Fahrminuten von Palm Springs entfernt und seine 150 Outlet Stores lassen nahezu keine Wünsche offen.

Palm Springs, am HotelpoolNachdem wir in unserem Hotel eingecheckt haben, genießen wir noch ein wenig die Nachmittagssonne am Pool. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist einfach wunderschön.

Am Abend machen wir uns auf den Weg ins Zentrum der Stadt. Der South Palm Canyon Drive bietet eine Vielzahl an Restaurants, Bars, Clubs und Shops. Unser Hunger zieht uns in das Village Pub. Hier genießen wir bei toller Live-Musik unseren leckeren amerikanischen Burger mit Fries und lassen den Abend noch gemütlich ausklingen.

Joshua Tree National ParkAn unserem zweiten Tag haben wir einen Ausflug in den Joshua Tree National Park geplant. Dieser liegt ca. 1 Autostunde von Palm Springs entfernt. Der Eintritt kostet knapp $15 Dollar pro Auto. Der Park beherbergt ca. 700 verschiedene Planzenarten bestehend aus Kakteen, Fächerpalmen und der berühmten Joshua-Palmlilie (Joshua-Tree), die dem Park ihren Namen gab. Es empfiehlt sich den Park bereits früh am Morgen zu besichtigen, da es ab Mittag schon sehr heiß werden kann.

In unserem Hotel nutzen wir am Nachmittag die Gelegenheit, den großen Wellnessbereich zu genießen. Bei einer entspannenden Wohlfühlmassage lassen wir den schönen Tag revue passieren.

Unser letzter Tag in Palm Springs beginnt mit einen ausgiebigen Frühstück im IHOP Restaurant. Wir lieben diese Restaurantkette, da hier beim Frühstück wirklich kein Wunsch offen bleibt. Ob Belgische Waffeln, French Toast und Pancakes oder Burger, Sandwich und Würstchen mit Hashbrowns… hier ist einfach für jeden etwas dabei.

Nach dem Frühstück fahren wir mit der Aerial Tramway auf die 2597 m hoch gelegene Bergstation am Mount San Jacinto. Das Ticket kostet knapp $25 Dollar und die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Von der Bergstation aus kann man beispielsweise die verschiedenen Wanderwege erkunden, die teils auch bis ins Tal zurück führen. Es gibt geführte Wanderungen, auf denen man mehr über die Natur und Tierwelt erfahren kann. Wir genehmigen uns einen leckeren Kaffee und genießen die spektakuläre Aussicht bei bestem Wetter.

Nun ist unser Aufenthalt in Palm Springs auch leider schon wieder vorbei und wir fahren zurück Richtung Los Angeles.

Abschließend kann man sagen, dass Palm Springs wirklich eine grüne Oase in der Wüste ist. Dieses nette, kleine Städtchen lädt zum Entspannen ein und selbst für Abenteuerlustige ist allerhand geboten.

Wir kommen mit Sicherheit wieder!

Von Los Angeles aus führt uns unser Weg über den CA-60 nach Palm Springs.

Die kleine Wüstenstadt Palm Springs ist mit seinen 350 Sonnentagen im Jahr bekannt für die wunderschön angelegten Hotelanlagen mit seinen Wellnessoasen und weitläufigen Golfplätzen.

 

Auf unserem Weg legen wir einen Stopp am Desert Hills Premium Outlet ein.

Das Outlet ist nur knapp 30 Fahrminuten von Palm Springs entfernt und seine 150 Outlet Stores lassen nahezu keine Wünsche offen.

 

Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt haben, genießen wir noch ein wenig die Nachmittagssonne am Pool. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist einfach wunderschön.

 

Am Abend machen wir uns auf den Weg ins Zentrum der Stadt. Der South Palm Canyon Drive bietet eine Vielzahl an Restaurants, Bars, Clubs und Shops. Unser Hunger zieht uns in das Village Pub. Hier genießen wir bei toller Live-Musik unseren leckeren amerikanischen Burger mit Fries und lassen den Abend noch gemütlich ausklingen.

 

An unserem zweiten Tag haben wir einen Ausflug in den Joshua Tree National Park geplant. Dieser liegt ca. 1 Autostunde von Palm Springs entfernt. Der Eintritt kostet knapp $15 Dollar pro Auto.

Der Park beherbergt ca. 700 verschiedene Planzenarten bestehend aus Kakteen, Fächerpalmen und der berühmten Joshua-Palmlilie (Joshua-Tree), die dem Park ihren Namen gab.

Es empfiehlt sich den Park bereits früh am Morgen zu besichtigen, da es ab Mittag schon sehr heiß werden kann.

 

In unserem Hotel nutzen wir am Nachmittag die Gelegenheit den großen Wellnessbereich zu genießen. Bei einer entspannenden Wohlfühlmassage lassen wir den schönen Tag revue passieren.

 

Unser letzter Tag in Palm Springs beginnt mit einen ausgiebigen Frühstück im IHOP Restaurant. Wir lieben diese Restaurantkette, da hier beim Frühstück wirklich kein Wunsch offen bleibt. Ob Belgische Waffeln, French Toast und Pancakes oder Burger, Sandwich und Würstchen mit Hashbrowns… hier ist einfach für jeden etwas dabei.

 

Nach dem Frühstück fahren wir mit der Aerial Tramway auf die 2597 m hoch gelegene Bergstation am Mount San Jacinto. Das Ticket kostet knapp $25 Dollar und die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Von der Bergstation aus kann man beispielsweise die verschiedenen Wanderwege erkunden die teils auch bis ins Tal zurück führen.

Es gibt geführte Wanderungen, auf denen man mehr über die Natur und Tierwelt erfahren kann. Wir genehmigen uns einen leckeren Kaffee und genießen die spektakuläre Aussicht bei bestem Wetter.

 

Nun ist unser Aufenthalt in Palm Springs auch leider schon wieder vorbei und wir fahren zurück Richtung Los Angeles.

 

Abschließend kann man sagen, dass Palm Springs wirklich eine grüne Oase in der Wüste ist. Dieses nette, kleine Städtchen lädt zum Entspannen ein und selbst für Abenteuerlustige ist allerhand geboten.

 

Wir kommen mit Sicherheit wieder!

Von Los Angeles aus führt uns unser Weg über den CA-60 nach Palm Springs. Die kleine Wüstenstadt Palm Springs ist mit seinen 350 Sonnentagen im Jahr bekannt für die wunderschön angelegten Hotelanlagen mit seinen Wellnessoasen und weitläufigen Golfplätzen.

Auf unserem Weg legen wir einen Stopp am Desert Hills Premium Outlet ein. Das Outlet ist nur knapp 30 Fahrminuten von Palm Springs entfernt und seine 150 Outlet Stores lassen nahezu keine Wünsche offen.

Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt haben, genießen wir noch ein wenig die Nachmittagssonne am Pool. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist einfach wunderschön.

Am Abend machen wir uns auf den Weg ins Zentrum der Stadt. Der South Palm Canyon Drive bietet eine Vielzahl an Restaurants, Bars, Clubs und Shops. Unser Hunger zieht uns in das Village Pub. Hier genießen wir bei toller Live-Musik unseren leckeren amerikanischen Burger mit Fries und lassen den Abend noch gemütlich ausklingen.

An unserem zweiten Tag haben wir einen Ausflug in den Joshua Tree National Park geplant. Dieser liegt ca. 1 Autostunde von Palm Springs entfernt. Der Eintritt kostet knapp $15 Dollar pro Auto. Der Park beherbergt ca. 700 verschiedene Planzenarten bestehend aus Kakteen, Fächerpalmen und der berühmten Joshua-Palmlilie (Joshua-Tree), die dem Park ihren Namen gab. Es empfiehlt sich den Park bereits früh am Morgen zu besichtigen, da es ab Mittag schon sehr heiß werden kann.

In unserem Hotel nutzen wir am Nachmittag die Gelegenheit den großen Wellnessbereich zu genießen. Bei einer entspannenden Wohlfühlmassage lassen wir den schönen Tag revue passieren.

Unser letzter Tag in Palm Springs beginnt mit einen ausgiebigen Frühstück im IHOP Restaurant. Wir lieben diese Restaurantkette, da hier beim Frühstück wirklich kein Wunsch offen bleibt. Ob Belgische Waffeln, French Toast und Pancakes oder Burger, Sandwich und Würstchen mit Hashbrowns… hier ist einfach für jeden etwas dabei.

Nach dem Frühstück fahren wir mit der Aerial Tramway auf die 2597 m hoch gelegene Bergstation am Mount San Jacinto. Das Ticket kostet knapp $25 Dollar und die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Von der Bergstation aus kann man beispielsweise die verschiedenen Wanderwege erkunden die teils auch bis ins Tal zurück führen. Es gibt geführte Wanderungen, auf denen man mehr über die Natur und Tierwelt erfahren kann. Wir genehmigen uns einen leckeren Kaffee und genießen die spektakuläre Aussicht bei bestem Wetter.

Nun ist unser Aufenthalt in Palm Springs auch leider schon wieder vorbei und wir fahren zurück Richtung Los Angeles.

Abschließend kann man sagen, dass Palm Springs wirklich eine grüne Oase in der Wüste ist. Dieses nette, kleine Städtchen lädt zum Entspannen ein und selbst für Abenteuerlustige ist allerhand geboten.

Wir kommen mit Sicherheit wieder!

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Death Valley: Wie beim Pizzabacken mit dem Kopf im Ofen

Death Valley Zabriskie PointVon San Francisco zum Yosemite Nationalpark (2)
Juli, Stove Pipe Wells, Death Valley, 20 Uhr

Death Valley SanddünenSitze mit einer eiskalten Dose Milwaukee’s Best am Pool unseres Motels mitten im Death Valley. Um uns herum Geröll, Sand, am Horizont kahle Berge, selten ein Kaktus, ein bisschen Gestrüpp. Die Außentemperaturen bewegen sich jetzt kurz vor Sonnenuntergang bei geschätzten 50 Grad Celsius. Es fühlt sich an, als würde man beim Pizzabacken den Kopf in den Ofen stecken. Das Wasser aus den Leitungen ist immer warm. Und aufgrund des hohen Salzgehalts nicht trinkbar. Habe die Temperatur des Pools noch nicht getestet. Stove Pipe Wells heißt dieses gottverlassene Nest, das aus einer Tankstelle, einem Shop, einer Rangerstation und dem Motel besteht. Die nächste Siedlung ist mehr als 30 Meilen entfernt. Das Bier wird im Death Valley schneller warm, als man es trinken kann. Der Wind ist so heiß, dass es in den Augen brennt.

Death Valley DünenAm Abend. Die Landschaft ist gigantisch. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Damit ist auch die Sahara (zumindest der nördliche Teil, indem ich mal zwei Tage in Tunesien auf einer Jeeptour war) nicht zu vergleichen. Death Valley ist eine Felsenwüste mit vier oder fünf implementierten Sandwüstennesterchen in einem weiten Tal, das mit gigantischen schwarzrotbraungelbweißen Gebirgsfalten durchzogen ist. Sand in seiner mannigfaltigsten Konsistenz, Form und Farbigkeit.

Death Valley StraßeDeath Valley, wo an der Straße Hinweisschilder stehen, dass man seine Klimaanlage im Auto ausstellen soll, um nicht den Motor zu überhitzen. Ab und zu stehen zur Sicherheit Wassertanks am Straßenrand. Man begegnet zwar hin und wieder anderen Autos (Touristen, selten ein Ranger), aber meistens ist man allein mit sich, der Technik und der Wüste. Die Engländer (die uns erst auf das Death Valley brachten) hatten erzählt, dass ihnen tatsächlich mitten in der Wüste (und die ist groß!) die Karre verreckt ist. Keiner wusste warum, das Wasser kochte nicht. Wahrscheinlich hatte die Elektrik verrückt gespielt (soll man vielleicht deshalb die AC ausstellen?).
Doch das Auto sprang wieder an. Um nach fünf Minuten wieder stehen zu bleiben. Und so fort. 5 Minuten stehen, 5 Minuten fahren – jedes Mal mit der Ungewissheit, ob er dieses Mal wieder anspringt… Draußen 50 Grad… Irgendwann hatten sie dann auf diese Weise eine Siedlung mit Telefon erreicht (auch ihre Handys funktionieren in den USA nicht). Ihr Vermieter stellte ihnen nach (nur) zwei Stunden Wartezeit ein neues Auto zur Verfügung. Ob das unserer auch so machen würde, werden wir hoffentlich nicht erleben müssen.

Das zweite Bier ist innerhalb von 20 Minuten brühwarm geworden. Und dann ist amerikanisches Bier wirklich ungenießbar. Man schwitzt, aber der Schweiß trocknet sofort weg. Innerhalb von Sekunden. Jetzt ist es dunkel, aber kein bisschen kühler, nur der Wind ist stärker geworden.

Death Valley BergeDer Nationalpark Death Valley besteht aus mehreren Gebirgszügen und weiten Tälern, Ebenen. Als wir den ersten Berg überwunden hatten und sich vor uns ein riesiges Wüstental erstreckte, dachten wir bereits, das Valley vor uns zu haben. Doch wir waren noch auf 2000 Fuß (700 m) Meereshöhe, also am Rande des Todestals. Das eigentliche Death Valley liegt dann circa 300 Fuß unter dem Meeresspiegel. Deshalb ist es auch so heiß, wegen dem Hitzestau.

Die ersten Sterne sitzen am Firmament. Eine Nacht in der wilden Wüste muss gigantisch sein. Kein Streulicht. Wir werden es erleben. [Haben wir tatsächlich: Sind mit dem Wagen ein paar Meilen raus aus Stove Pipe Wells gefahren, haben es am Straßenrand stehen gelassen und sind 100 Meter in die Wüste gelaufen. Es war praktisch taghell durch den Mondschein (aber dunkel genug, dass ein vorbeifahrendes Autos fast unseren unbeleuchteten Chevy gerammt hätte), und man konnte wirklich die Sterne am Himmel nicht zählen. Blickt da irgendjemand durch mit den Sternzeichen und Planeten? Ich erkenne immer nur den Großen Wagen. Ein Freund hatte mir mal die rote Venus (oder wars der Mars??) gezeigt, als der/die rekordverdächtig nah an der Erde vorbeiflog.

Death Valley, Sonnenaufgang in der WüsteDas Beste ist aber ein Sonnenaufgang in der Wüste. Dazu muss man früh aufstehen, aber es lohnt sich. Die Stimmung ist einmalig und es ist erstaunlich, wie schnell die Sonne aufsteigt. Arm in Arm auf einer Düne sitzen und ihr dabei zusehen. Romantischer geht es nicht mehr! Auch wenn es nur eine halbe Stunde dauert.

Death Valley, Dorfplatz mit OpernhausAm Ende des des Tales Richtung Nevada an der Death Valley Junction befindet sich ein verwunschener Dorfplatz (Hotel, Stallungen, Garage, Tankstelle, Cokeautomat) mit Opernhaus, das bis vor ein paar Jahren noch Festivals veranstaltete. Ein Showroom mit zerkratzen LPs, verblichenen Zeitungsausschnitten und Abendprogrammen zeugt noch von der charismatischen Dame in pompösen Kostümen, großen Hüten und wallenden Boas, die hier einst ihren Lebenstraum verwirklichte.

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Nordseestimmung in Kalifornien

Abschied von San Francisco, Alcatraz im Nebel Von San Francisco zum Yosemite Nationalpark (1):
Juli, Bucht von Monterey, am Strand, 13:30 Uhr.

Pazifiksandstrand unter WolkenSteife Brise aus dem Westen, Sonne, riesige Strände mit Dünen. Nordseestimmung in Kalifornien. Nur ohne Fischbrötchen. Haben in Santa Cruz übernachtet, circa 80 Meilen südlich von San Francisco am pazifischen Ozean. Und prompt kommt nach Tagen des Nebels („The coldest winter in summer did I find in San Francisco“, Mark Twain), vor dem wir Richtung Süden aus SF mit dem Mietwagen geflohen sind, die Sonne raus. Da macht Strand doch gleich mehr Spaß. Auch wenn man nicht baden kann, weil der Pazifik auch Ende Juli viel zu kalt ist. Santa Cruz gilt als Surferparadies. Allerdings nur für Surfer in Neoprenanzügen.

Sanddünen am PazifikstrandGestern suchten wir Seelöwen am Strand. Aber die hatten sich in eine unzugängliche Bucht zurückgezogen. Wir hörten sie, sahen sie aber nicht. Dafür machten wir einen herrlichen Spaziergang an einem menschen- und seelöwenleeren Sandstrand vor steilen Sandsteinklippen. Der Pazifik brandete heran und führte seltsame Tentakel mit sich: riesige Algen, hohl und armdick, fühlten sich an wie Gartenschläuche aus Gummi und sahen aus wie Überbleibsel von Außerirdischen. Das Meer ist leider immer noch so kalt, dass nur unerschrockene Kinder und Surfer in Gummianzügen baden. Schöne große Wellen, aber keine fünf Meter hoch (die gibt’s nur im Winter). Endlose Dünen und Sandstrand.

Die Landschaft südlich von SF ist eher karg, verkarstet (hatte ich eigentlich erst bei Los Angeles erwartet), überraschend wenige Menschen, kaum Ackerbau und Viehzucht, viele schöne Buchten mit Sandstrand (leider schon wieder oft im Nebel), gleich hinter der Küste fängt ein wüstenähnliches Hügelland an (und der Nebel verschwindet dort).

Erst jetzt kurz vor Monterey sahen wir intensive Landwirtschaft, vor allem Gemüseanbau, Artischocken, Salat, Erdbeeren. Viele Erntearbeiter auf den Feldern (John Steinbeck!).

Kurzer Abstecher nach Carmel by the Sea, ein fast schon unwirklich idyllischer Ort am Meer, wo Clint Eastwood mal Bürgermeister war. Ein Ort (nur) für reiche Leute. Stinklangweilig, aber hübsch.

Wandern in Big SurWir „besuchten“ Henry Miller in Big Sur. Das war hier sein Paradies. Auch die Beach Boys haben diese Gegend mit ihren riesigen Redwoods besungen. Man kann herrliche Spaziergänge unternehmen – und es sind erstaunlich wenige Menschen unterwegs.
(Fortsetzung folgt…)

Die Route Teil 1: San Francisco bis nach Big Sur

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